Archäologie der Gedanken
Von der Kunst des Sichtbaren und Unsichtbaren
Archäologisches Museum Frankfurt am Main
10. September 2025- 31. Mai. 2026
Aus welchen Fragmenten der Wahrnehmung ist unsere Erzählung von Geschichte entstanden? Wie wird unsere Erinnerung die Zukunft prägen?
Das genreübergreifende Projekt verbindet das Archäologische Museum Frankfurt/M. mit dem südwestlichen Stadtraum, konkreten Orten und Gebieten in Niederrad und dem Stadtwald. Die Umgebung von Frankfurt wird seit Jahrtausenden von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kulturen durchquert und besiedelt. Es entstanden Handelsrouten, Pilgerwege, Verkehrs- und Kommunikationsknotenpunkte, die die Stadt und ihre Geschichte bis heute prägen und einen Austausch von Gedanken ermöglicht haben. Der Begriff „Gedanke“ wird von mir als sich verzweigendes Wegenetz definiert. Damit verstehe ich „Geschichte“ als Landschaft. In der Ausstellung, die ab 10. September 2025 zu sehen ist, komprimiere ich städtische und landschaftliche Orte und mache sie als Wege- und Gedankennetz partizipativ erfahrbar. Weitere Infos finden Sie hier: Archäologisches Museum Frankfurt.
„Eine besondere Stärke der Ausstellung liegt in ihrer räumlichen Inszenierung. Unter der Kuration von Professor Claus Friede @clausfriedecontemporary entstand eine installative Ausstellung, die sich eng mit den historischen Räumen des Archäologischen Museums Frankfurt verbindet. Dabei wird das Museum selbst zum Resonanzraum der Werke. Historische Karten mit feinen Krakelee-Strukturen, gefaltete Objektkarten, poetische Wortwerke und die sieben Stempelstelen treten in einen Dialog mit dem Stadtraum. Vergangenheit erscheint hier nicht als abgeschlossene Erzählung, sondern als offenes Geflecht aus Spuren, Erinnerungen und Bedeutungen.
Besonders eindrucksvoll ist die Einbindung der Architektur in die künstlerische Arbeit. Das Mittelschiff der ehemaligen Karmeliterkirche wird durch den „Gedankengang“ nicht nur bespielt, sondern in einem neuen Kontext lesbar gemacht. Die aus historischen Fliesenfragmenten zusammengesetzte Arbeit erinnert an Krieg, Zerstörung und Überlagerung von Zeit, genau an jenem Ort, der selbst in den Luftangriffen des Zweiten Weltkriegs zerstört wurde. Die kuratorische Arbeit von Claus Friede schafft dabei Verbindungen zwischen den einzelnen Werkgruppen und den historischen Dimensionen des Hauses. So entsteht keine klassische Ausstellung, sondern eine räumliche Erfahrung über Erinnerung, Wahrnehmung und die verborgenen Schichten der Stadt.“ (Holger Kieburg, Archäologisches Museum Frankfurt, 2026)
Nur noch bis 31. Mai 2026 im Archäologischen Museum Frankfurt. An diesem Tag lädt das Archäologische Museum Frankfurt zu einer besonderen Künstlerinnenführung ein.
⏰Termin: Sonntag, 31. Mai 2026, 15:30 Uhr
Kosten: Führungsgebühr EUR 8,00 zzgl. ermäßigter Eintritt EUR 5,00 – die Freunde des Archäologischen Museums zahlen nur die Führungsgebühr
Treffpunkt: Foyer des Archäologischen Museums Frankfurt, Karmelitergasse 1
Eine Ausstellung Kooperation mit Claus Friede Contemporary Arts . Großzügig gefördert durch die Dr. Marschner Stiftung
Während der Ausstellung biete ich Workshops für Teams aus Unternehmen/Agenturen an: Gedankenmosaike – Kreativität als Teil der Unternehmenskultur entwickeln. Infos zum workshop als pdf zum download: Dagmar Schuldt_Gedankenmosaike
Was war:
#seeforfree
31. Oktober 2025
Das Woods Art Institute WAI lädt gemeinsam mit 40 weiteren Hamburger Museen im Rahmen der Aktion #seeforfree ein. Die Ausstellung, der Skulpturenpark und die Studios der hier arbeitenden Künstlerinnen und Künstler sind geöffnet.
WAI Collection, Park und Studios | Golfstrasse 5, Wentorf bei Hamburg | 11h-18h
Vor meiner Tür
Kunsthaus Hamburg
März 2025
Ich suche Verbindungen von Vergessenem und Gegenwärtigem, von Sichtbarem und Nicht-mehr-Sichtbarem. In immer wieder übermalten Farb- und Materialschichten zeichnet sich ab, was man nicht mehr sieht: Alte und neue Wegenetze überlagern sich, der Blick kommt von oben und wandert in die Tiefe. Alle Infos zur Ausstellung und den beteiligten Künstlerinnen unter: Kunsthaus Hamburg
WAS KOMMT:
Kunsthaus Nexus Einzelausstellung
6.März–22.Mai 2027
Eröffnung: Freitag, der 5. März 2027, 20h
Saalfelden, Österreich
Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit
Claus Friede Contemporary Arts
